Gasgrill Kaufberatung [markenübergreifend & unabhängig]

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Inhalt:

1. Der Korpus (Ersteindruck, Material, Seitenteile, ...)

2. Die Brenner (Leistung, Grillfläche, Flammschutzbleche, ...)

3. Die Haube (Höhe, Besonderheiten, Geschmacksfrage, ...)

4. Features (Seitenkocher, Hochtemperaturzone, Heckbrenner, ...)

5. Der Rost (Material, Stärke, ...)

1. Der Korpus:

Schaut euch zuerst ein paar Grills an und nehmt alle, die euch optisch gefallen in die engere Auswahl! Der Grill soll euch ja auch gefallen. Entscheidet euch dabei schon direkt, welche Farbe euer Grill haben soll. Schwarz oder Silber? Das ist keine rein optische Frage! Schwarze Grills sind aus lackierten, emaillierten oder sonstig beschichteten Materialen, die nicht so hochwertig sind, wie silberne Grills aus Edelstahl. Dennoch sind schwarze Grills durchaus gut. Gefällt euch Schwarz besser und ihr nehmt ein paar Lackplatzer und Rostflecken mit der Zeit in Kauf? Dann nehmt die schwarze Variante eures Wunschgrills. Lieber keinen Rost? Dann Silber!

Dann legt ihr mal Hand an und wackelt an euren zukünftigen Wunschgrills! WIe stabil ist der Korpus? Kann man sich auf die Seitenteile stützen, ohne, dass man das Gefühl hat, die würden gleich abreißen? Öffnet die Haube und spürt das Gewicht, des verbauten Materials. Wertig? Gut, dann geht´s weiter!

2. Die Brenner:

Welche Grillfläche benötigt ihr? Seid ihr zu Zweit, seid ihr eine vierköpfige Familie oder grillt ihr meist mit vielen Freunden? Dementsprechend benötigt ihr einen 3-Brenner, 4-Brenner oder sogar 6-Brenner!  Ihr seid euch nicht sicher? Nehmt den Größeren! Ihr werdet es niemals bereuen. Den Kleineren jedoch sehr wohl. Einen Gasgrill mit lediglich einem oder zwei Brennern kann und will ich euch nicht empfehlen. Die Möglichkeiten sind einfach zu stark eingeschränkt und die Ersparnis lohnt sich keineswegs!

Als nächstes solltet ihr euch die Leistung eurer Brenner anschauen. Wie viel kW hat jeder einzelne Brenner. Was ich mindestens empfehle seht ihr in der Checkliste. 

Darüber hinaus sind die Brennerabdeckungen (manchmal auch Flavor Bars, Flammschutzbleche oder Aromaschienen genannt) wichtig! Diese sollten unbedingt aus Edelstahl sein und eine ausreichende Materialstärke aufweisen.  Darüber hinaus sollten Diese so breit wie möglich sein! Je Breiter die Aromaschienen, desto mehr Grillaroma beim Grillen!

3. Die Haube:

Achtet zuerst auf die Verarbeitung und euren ersten Eindruck. Danach auf die Höhe der Haube. Passt da nur ein Hähnchenflügel auf den Drehspieß oder doch ein ganzes Schwein? Die Mindesthöhe der Haube habe ich euch auf die Checkliste geschrieben.

Ebenfalls könnte eine Glasscheibe für euch interessant sein oder aber auch abschreckend wirken. Denn diese hat einen entscheidenden Vorteil: Ihr seht, was ihr grillt, ohne den Deckel öffnen zu müssen! ABER: Nur solange, wie ihr auch putzt. Ihr habt keine Lust aufs putzen, dann kauft euch einen Gasgrill ohne Scheibe. Übrigens: Ich persönlich würde nie wieder einen Gasgrill ohne Glasscheibe kaufen!

Auch mit Glasscheibe müsst ihr beim Grillen hin und wieder den Deckel öffnen und dann geht Hitze verloren. Damit dieser Effekt klein gehalten wird solltet ihr beim Kauf auf eine Doppelwandige Haube achten! Denn diese speichert die Hitze besser.

4. Features:

Haben ist besser als brauchen. Leider aber auch verdammt teuer! Jedes Feature kostet extra aber so manches lohnt sich richtig!

Ihr grillt gerne Steaks? Ihr braucht unbedingt eine Hochtemperaturzone! Ob im Grill als "Turbo Zone" von Enders oder im Seitenteil als "Prime Zone" von Rösle, "Sizzle Zone" von Napoleon oder "Sear Zone" von Weber oder oder oder. Wenn ihr eine solche Zone habt braucht ihr übrigens keinen extra Seitenkocher mehr! Habt ihr keine Hochtemperaturzone, dann ist ein Seitenkocher pflicht! Somit habt ihr einfach viel mehr Grillfläche. 

Ihr macht viel mit einem Drehspieß? Na dann ist ein Heckbrenner schon was feines. Nicht zwingend notwendig. Es geht auch ohne! Aber mit ist es dann doch besser!

5. Der Rost:

Es gibt 2 Materialien, die in Frage kommen. 1. Gusseisen und 2. Edelstahl. Ja richtig gehört. Edelstahl ist ein gutes Material, für einen Rost! Aber alles andere: NICHT! Kein emailliertes Blech oder Drahtgeflecht. Finger weg! Bevor wir zu den Unterschieden von Guss und Edelstahl kommen eine pauschale Aussage. Das Rost braucht mindestens 0,5mm Stärke. Nur dann bekommt ihr ein Branding an euer Fleisch. Ab 0,8mm habt ihr dann die wirklich optimale Materialstärke. 

Edelstahl: Speichert bei >0,5mm mehr als nur ausreichend gut die Hitze und ihr bekommt ein Hammer Branding. Glaubt ihr nicht? Klickt hier! Der große Vorteil ist die einfache Reinigung und die uneingeschränkte Haltbarkeit. Ein gutes Edelstahlrost ist zwar teurer, als ein Gussrost aber es hält länger, als euer Grill! Hier gibt´s ein super Rost auf Maß. (Mit meinem Code hab ich euch noch 10% Rabatt ab 90€ Warenwert rausgehandelt).

Gusseisen: Das beliebteste Material, weil es minimal besser die Hitze speichert, als Edelstahl. Jedoch wirklich Reinigungsbedürftig und leider auch schnell mal kaputt... Dennoch die, mit Edelstahl, beste Wahl!?

Edelstahl-Guss: Na, was ist denn das? Die Vorteile eines Edelstahlrostes mit den Vorteilen eines Gussrostes vereint, ohne die Nachteile eines Gussrostes zu übernehmen. Der HAMMER! Das wäre die perfekte Wahl. Leider jedoch SEHR TEUER und in kaum einem Grill als Standardausstattung zu finden.

Die Checkliste:

Checkliste für den Gasgrillkauf
Deine Checkliste für den perfekten Gasgrill
Checkliste Gasgrillkauf.pdf (130.2KB)
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